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Ärzte in Kundus unter Beschuss

Alternativtext

Oktober 2015April 2016

In den frühen Morgenstunden des 3. Oktober 2015 liefern sich afghanische Spezialkräfte in Kundus heftige Gefechte mit Talibankämpfern. Diese hatten wenige Tage zuvor überraschend Teile der Stadt eingenommen. Da sich die Rückeroberung sehr zäh gestaltet, fordert die afghanische Armee Unterstützung durch die US-Luftwaffe an. Wenig später trifft ein amerikanisches AC 130-Schlachtflugzeug in Kundus ein. Seine zahlreichen Kanonen und die 105-mm-Haubitze verschießen brandauslösende Munition und Splittergeschosse. Schnell gerät das von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen betriebene Krankenhaus ins Visier. Immer wieder nimmt die Flugzeugbesatzung die Intensivstation der Klinik unter Beschuss, setzt sie in Brand und schießt auf flüchtende Ärzte und Patienten.

Wir haben mit Florian Westphal gesprochen, dem Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen Deutschland. Im Interview schildert er seine Sicht der Dinge – und fordert eine unabhängige internationale Untersuchung des Klinikbeschusses.

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